DIE MYSTISCHEN ORTE IM NATURSCHUTZ-
GEBIET
Hexenlöcher, Teufelskessel, Gleschertöpfe
Früher wurden die seltsamen Löcher als die Werke von Riesen und Hexen angesehen. Bis heute ist deren Entstehung nicht ganz geklärt. Neueste Erkenntnisse lassen darauf schliessen, dass zum Ende der letzten Eiszeit beim Abschmelzen der Gletscher Kies, Sand und andere feine Partikel wie ein Sandstrahlgebläse funktionierten. In Maloja kann man 36 solche Gletschertöpfe bestaunen.
Mystisches Moor
Kühl, nass und neblig, so stellt man sich Moorlandschaften vor. Betrachtet man das Moor aber als Naturliebhaber, dann wandelt sich das Gruselige schnell in Faszination. In diesen Feuchtgebieten leben zahlreiche seltene Pflanzen, wie der Sonnetau und das Wollgras sowie abertausende von Insekten. Die Moore in Maloja sind über 16'000 Jahre alt und gehören zu den höchstgelegenen in ganz Europa.
Knorrige Föhren und Graugrüner Wacholder
Monatelanger Schnee, Steinschlag und der Malojawind machen der Vegetation im Naturschutzgebiet das Leben schwer. Trotz ihrem hohen Alter, sind die Bergföhren nur sehr klein und gedrungen. Auf den sauren und nährstoffarmen Böden gedeihen neben den knorrigen Föhren auch Lärchen, Wacholder und Alpenrosen. Solche Alpenrosen-Bergföhrenwälder sind sehr selten in den Alpen.
Ruinen als Zeitzeugen
Von weitem sieht man schon den Turm Belvedere oberhalb des Dorfes Maloja. Graf Camille Frédéric de Renesse baute Ende des 19. Jahrhunderts das Schloss Belvedere als Privatresidenz. Er hatte grosse Pläne für die Region und wollte den europäischen Hochadel nach Maloja bringen. Doch ihm ging das Geld aus. Bewohnt war das Schloss nie. Heute steht nur noch der Turm und Ruinen der einstigen Stallungen. Der Turm selber wird als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt.